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Werden in Ingolstadt Straßenschilder von historisch umstrittenen Persönlichkeiten entfernt?

Werden in Ingolstadt Straßenschilder von historisch umstrittenen Persönlichkeiten entfernt?

(ot) Die Benennung von Straßennamen ist für die Kommunen ein wichtiges Instrument, herausragende Persönlichkeiten der Stadt oder des Landes zu würdigen, die großes geleistet haben oder sich durch ihren Einsatz bleibende Verdienste erworben haben. Aber wenn die Zeit fortschreitet, können sich Einschätzung und Wertschätzung bestimmter Personen ändern.

"Menschen und Ereignisse können nicht aus der Geschichte gestrichen werden," sagt Agnes Krumwiede, Stadträtin der Grünen. "Aber ehren sollten wir in Ingolstadt niemanden, der beispielsweise das NS-Regime unterstützt hat. Vorbehaltlich einer Prüfung, wie stark eine solche Maßnahme den städtischen Haushalt belastet, fordern wir eine Straßenumbenennung der Hindenburg-, der Mölders- und der Udetstraße, mindestens aber eine Kennzeichnung mit Hinweisschildern, dass sich die Stadt von einer Ehrung für diese historisch hoch umstrittenen Namensgeber distanziert." Für die zahlreichen anderen Straßennamen, deren historische Rolle aus heutiger Sicht kritisch betrachtet werden kann, soll nach dem Willen der Initiatorin des Gemeinschaftsantrag eine Kommission eingerichtet werden zur Unterbreitung von Vorschlägen, welche Straßennamen umbenannt oder mit Hinweisschildern versieht. Ferner soll die Kommission Vorschläge unterbreiten welche Namensgeber*innen alternativ oder für zukünftige Straßenbenennungen in Frage kommen.

„Es ist wichtig und richtig, diese Diskussion zu führen und sich mit der Vergangenheit zu beschäftigten," ist Christian De Lapuente von der SPD überzeugt. "Für viele Menschen sind viele Straßennamen im Alltag selbstverständlich, aber wer steckt wirklich hinter manchen Namen? Deswegen unterstützen wir gerne diesen Antrag!“.Eva Bulling-Schröter, Stadträtin der LINKEN ist dieser Antrag ein großes Herzensanliegen: "Nach vielen Jahrzehnten hat er eine Chance, im Stadtrat eine Mehrheit zu erhalten!“

Quelle: Die Erstellung des Artikels erfolgte unter der Verwendung einer Pressemitteilung der Stadtratsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN in Ingolstadt.

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