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Im Raum Mendorf, Altmannstein und im Köschinger Forst sind in den vergangenen Wochen mehrfach Wölfe beobachtet worden. Das Landratsamt Eichstätt wertet entsprechende Hinweise und Aufnahmen aus, eine abschließende Bestätigung steht noch aus.
Auslöser der aktuellen Aufmerksamkeit ist ein Verkehrsunfall vom 6. November, bei dem ein Wolf bei Mendorf getötet wurde. In der Folge wies das Landesamt für Umwelt das Wolfsterritorium „Köschinger Forst“ erneut aus. Seitdem gingen beim Landratsamt und beim Landesamt mehrere Bild- und Filmaufnahmen ein.
Nach bisheriger Einschätzung zeigen die Aufnahmen ein oder zwei Wölfe in unterschiedlichen Situationen und Gemeindegebieten. Aggressives oder auffälliges Verhalten ist darauf nicht zu erkennen. Zu sehen sind Tiere auf freier Fläche, in der Nähe von Forstfahrzeugen während laufender Arbeiten sowie im Rahmen einer Treibjagd aus der Perspektive eines Hochsitzes.
Das beobachtete Verhalten gilt als typisch. Wölfe reagieren auf Fahrzeuge und Maschinen meist vorsichtig, aber nicht ausgeprägt scheu. Menschen auf Hochsitzen nehmen sie häufig weniger wahr als Personen am Boden.
Am 18. Dezember wurden zudem zwei Wölfe gefilmt, die den südöstlichen Ortsrand von Mendorf durchquerten. Nach einer ersten Einschätzung des Landesamts könnte es sich um junge Tiere handeln. Wölfe in Kulturlandschaften meiden Menschen, bewegen sich jedoch auch entlang von Siedlungsstrukturen. Solche Beobachtungen gelten nach bisherigen Erfahrungen nicht als Hinweis auf eine Gefährdung. Das Landratsamt Eichstätt sammelt die Meldungen weiter und prüft sie fachlich und rechtlich. Maßnahmen sollen, falls erforderlich, in Abstimmung mit dem Landesamt für Umwelt erfolgen.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Landratsamts Eichstätt; redaktionell bearbeitet.
