Ingolstadt: Klimaschutz schneller und sozialer

Ingolstadt: Klimaschutz schneller und sozialer

(ot) DIE LINKE. Stadtrats -Gruppe fordert in ihrem jüngsten Antrag die Klimaneutralität für Ingolstadt bereits 2035 zu erreichen. Bisher liegt die Zielmarke im Jahr 2050. “Wir dürfen diese Herkulesaufgabe nicht länger auf die Schultern unserer Kinder abladen” argumentiert Linken Stadtrat Pauling. Dies sei nicht gerecht gegenüber den nachfolgenden Generationen. Die Aussagen der Wissenschaft über diesen Zeitplan seien eindeutig und würden die Forderung unterstreichen. Darüber hinaus trage gerade Ingolstadt als Standort für die Produktion von Verbrennungsmotoren eine gewisse Mitverantwortung. “Unsere Region hat über Jahrzehnte prächtig an Technologien verdient, welche die jetzige Situation mitzuverantworten haben. In der Folge ist es nur konsequent auch bei der Lösung des Problems eine führende Rolle einzunehmen”, betont Pauling. Audi habe mit ihren CO₂-Zielen bereits einen ambitionierten Weg eingeschlagen, jetzt gelte es für die Kommune nachzuziehen. In diesem Kontext fordert DIE LINKE. Stadtratsgruppe auch den Beitritt zu einem städtischen Klimanetzwerk wie “Climate Alliance” oder der “Carbon Neutral City Alliance”. Hierin sieht DIE LINKE neben einem Wissensgewinn durch das Netzwerk auch einen städtischen Image-Gewinn, der sich positiv auf das allgemeine Stadtmarketing auswirke. Den Vorwurf der sozialen Spaltung durch Klimaschutz weist DIE LINKE dagegen stark zurück. Leute mit geringem Einkommen stießen schon heutzutage viel weniger CO₂ aus, als es Leute mit gehobenen Einkommen täte, dies sei nur vielen nicht bewusst. “Uns geht es darum die Verursacher der Krise zur Kasse zu bitten und die Leute mit kleinem Geldbeutel zu entlasten”, so Eva Bulling-Schröter. In diesem Kontext sei auch kommunal viel zu leisten, indem man beispielsweise Bauherren und – frauen verpflichte nachhaltige Heizsysteme zu verbauen. “Wir müssen verhindern, dass Bauherren heute ihren Profit steigern, indem sie günstige, fossile Heizsysteme verbauen und dadurch die Folgekosten der CO2 Preise auf ihre MieterInnen abwälzen,” so Pauling. Dies sei ein Beispiel für sozialen Klimaschutz, der schon heute praktiziert werden könne und den EndverbraucherInnen zukünftig durch geringere Energiepreise entlasten werde.

Quelle: Unveränderte Übernahme einer Pressemitteilung der Stadtratsgruppe DIE LINKE. Ingolstadt.

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