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Kammerspiele einen Schritt weiter

Kammerspiele einen Schritt weiter

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik. Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Veröffenlichung erfolgt nicht redigiert und ungekürzt. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Stadtrat Jürgen Köhler

Der Stadtrat hat in der Sitzung am 18. Juni 2020 mit großer Mehrheit die Vorprojektgenehmigung für den Bau der Kammerspiele an dem geplanten Standort neben der Donaukaserne erteilt. Damit wurde die Planung der Kammerspiele einen wichtigen Schritt vorangebracht. Die Sieger des Realisierungswettbewerbes blauraum Architekten GmbH/adlerolesch Landschaftsarchitekten GmbH werden nun beauftragt, eine konkrete Entwurfsplanung inklusive Kostenberechnung vorzulegen.

Es wird also noch „viel Wasser die Donau hinabfließen“ bis der Stadtrat endlich eine Entscheidung für den Bau der Kammerspiele treffen kann. Sicher wird die dann vorliegende Kostenberechnung ein wichtiges Kriterium für eine hoffentlich positive Entscheidung sein. Der Geschäftsführer der zuständigen städtischen Baugesellschaft hat in der Sitzung am 18. Juni ausdrücklich betont, dass er davon ausgeht, dass die vorliegende Kostenschätzung von 38,9 Millionen Euro nicht wesentlich überschritten werden wird. Bei der Entscheidung des Stadtrates ist dann besonders zu berücksichtigen, dass der Bayerische Staat einen Zuschuss in Höhe von etwa 50% der Ausgaben, also rund 20 Millionen Euro zum Projekt beisteuern wird. Dies wird von einigen Mitgliedern im Stadtrat leider immer wieder vergessen zu erwähnen.

Mit der Schließung der Galerie Kaufhof hat die Innenstadt einen wichtigen Frequenzbringer verloren. Es ist daher noch wichtiger geworden, Anreize für den Besuch der Innenstadt zu bieten. Dazu werden auch kulturelle Einrichtungen wie die Kammerspiele zählen. Mit dem imposanten Bauwerk gegenüber dem Stadttheater wird das Stadtbild deutlich aufgewertet werden. Besonderes Augenmerk muss dann auf die Gestaltung des Platzes zwischen den beiden Theaterstätten und der Donaulände gelegt werden. Das Flair einer Stadt ist ein wesentliches Kriterium Besucher auch aus dem Umland anzuziehen. Durch den Verlust der Galerie Kaufhof, hat daher der Bau der Kammerspiele noch weiter an Bedeutung gewonnen.
Selbstverständlich muss seitens der Stadtspitze und des Stadtrates aber alles getan werden, das bestehenden Gebäude der Galeria Kaufhof nach der Schließung baldmöglichst wieder mit Leben zu erfüllen. Einen adäquaten Ersatz für dieses letzte große Kaufhaus in unserer Innenstadt zu finden, wird nicht einfach sein. Mögliche Interessenten werden sich selbstverständlich vorher ein Bild von der Innenstadt machen. Neben dem Gastronomieangebot, den vorhandenen Einzelhandelsgeschäften, einem guten Angebot an Busverbindungen, geeigneten Fahrradabstellplätzen und einer gesamten Erneuerung der Fußgängerzone, wird sicher auch das Stadtbild ein wesentliches Kriterium für die Entscheidung eines geeigneten Interessenten sein. Dafür die richtigen Weichen in den nächsten Monaten zu stellen, wird und muss das Ziel des Stadtrates sein. Aber auch der Einzelhandel, die Gastronomie, die Hauseigentümer und viele andere können ihren Beitrag dazu leisten unsere Innenstadt als Zentrum des gesellschaftlichen Lebens und der Kultur wahrzunehmen und weiter zu entwickeln.

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