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Klatschen alleine hilft nichts

Klatschen alleine hilft nichts

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik. Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Veröffentlichung erfolgt nicht redigiert und ungekürzt. Die Verantwortung für den Inhalt trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Jürgen Köhler

Stellvertretender Vorsitzender der Stadtratsfraktion der Unabhängigen Wähler Gemeinschaft (UWG)

In den letzten Wochen haben sich die Aufnahmen von Corona infizierten Patienten in den Kliniken wieder deutlich erhöht. Auch im Klinikum Ingolstadt müssen nun wieder mehrere Patienten auf den Intensivstationen behandelt und teilweise sogar beatmet werden. Die damit verbundene Belastung trifft neben den Ärzten und Pflegepersonal auch das Personal, das nur selten im Focus der Medien steht – das in den Service Bereichen tätige Personal. Wir alle haben in den letzten Monaten erfahren, wie wichtig im Zusammenhang mit Corona das Thema „Hygiene“ ist. Dafür sind insbesondere auch die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Servicebereich des Klinikums verantwortlich.

Anfang 2016 hat Ingolstadt mit anderen Großklinken einen Tarifvertrag für dieses Servicepersonal mit der Gewerkschaft ver.di ausgehandelt. Dies hat dazu geführt, dass das Personal in der Servicegesellschaft wesentlich schlechter bezahlt wird, als ihre Kolleginnen und Kollegen, die nach TVöD bezahlt werden, obwohl sie die gleiche, nicht nur in Corona-Zeiten wichtige Arbeit verrichten.

UDI und BGI haben bereits im Wahlkampf Anfang des Jahres darauf hingewiesen, dass wir diese ungleiche Bezahlung nicht akzeptieren und eine Angleichung der Bezahlung fordern. In der Sitzung des Stadtrates am 11. November 2020 steht nun endlich dieses Thema auf der Tagesordnung. Belastend für die Stadt Ingolstadt wirkt sich dabei aus, dass der Bezirk Oberbayern, der sich eigentlich an den zusätzlichen Kosten beteiligen müsste, strikt weigert eine gleiche Bezahlung aller Servicekräfte zu akzeptieren.

Die Stadträte der UDI und der BGI, seit 1. November 2020 in der Fraktion Unabhängige Wähler Gemeinschaft zusammengeschlossen, sind der Meinung, dass gleiche Arbeit mit gleichem Lohn bezahlt werden muss. Die Hygiene in unserem Klinikum ist die wichtigste Voraussetzung, dass die Behandlung der Patienten durch die Ärzte erfolgreich umgesetzt werden kann. Die UWG Stadtratsfraktion ist daher der Ansicht, dass wir für diese Leistung nicht nur Applaus spenden sollten, sondern dafür sorgen müssen, dass die ungleiche finanzielle Behandlung der Mitarbeiter in den Service-Bereichen endlich der Vergangenheit angehört.

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