Zugunglück: Vermutlich menschliches Versagen

Mitte November des letzten Jahres hatte im Bahnhof Reichertshausen eine Regionalbahn das Halt zeigende Ausfahrsignal überfahren. Die Regionalbahn ragte dadurch in ein Nebengleis. Dadurch wurde ein durchfahrender Intercityexpress an der rechten Seite touchiert. Durch den Unfall wurden sieben Personen leicht verletzt.

Es besteht der Verdacht, dass dem Unfallgeschehen auch menschliches Versagen zugrunde lag, teilt die Bundespolizei zur Unfallursache mit. Gegen den zum Tatzeitpunkt am Bahnhof Reichertshausen diensthabenden Fahrdienstleiter wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs, gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr sowie fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Nach bisherigem Ermittlungsstand besteht der Verdacht, so die Polizei, dass der 55-Jährige entgegen den innerbetrieblichen Vorschriften, den sogenannten Durchrutschweg für die Regionalbahn vorzeitig auflöste. Zuvor war die Regionalbahn nicht am gewöhnlichen Halteplatz zum Stehen gekommen.

Weshalb die vorzeitige Auflösung des Weges durch den Fahrdienstleiter erfolgte und die Regionalbahn nicht am vorgesehenen Halteplatz zum Stehen kam, sondern durchrutschte, ist noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Quelle: Bundespolizei

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