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Große Hoffnungen verbinden die Unternehmen mit dem Modell nicht. Die Hälfte erwartet keine wesentlichen positiven Effekte.

Die grundlegende Finanzierungsfrage ist damit allerdings nicht gelöst.

Vor einer Woche trug die CSU im Finanzausschuss das Aus der Jugendherberge noch mit. In der Stadtratssitzung stellte Bürgermeister Franz Wöhrl (CSU) die Schließung infrage.

Klinikum Ingolstadt: Weniger medizinische Leistung als geplant. Nicht ausgeschöpfte Instandhaltungsmittel, verzögerte Investitionen. Und der Stadtrat genehmigt ein Millionendefizit – ohne ein einziges Wort.

Das letzte verfügbare Bett ist belegt. Die Zahl der Behandlungen steigt. Das Defizit wächst ins Unermessliche. Und der Stadtrat schweigt.

Im Ingolstädter Stadtrat wird um zwei neue Drehleitern für 2,63 Millionen Euro gerungen – doch ihre tatsächlichen Einsatzmöglichkeiten spielen in der Debatte keine Rolle. Und am Ende bleibt noch eine zweite, entscheidende Frage offen.

Erst der Informationsvorsprung für die SPD. Dann die eingedampfte CSU-Sondersitzung. Zwei Vorgänge, ein Muster: Im Ingolstädter Rathaus scheint Nähe wichtiger zu sein als gleiche Spielregeln.

Die CSU verlangte per Antrag eine Sondersitzung zur wirtschaftlichen Zukunft Ingolstadts. OB Michael Kern berief sie nicht ein – und CSU-Fraktionschef Christopher Hofmann bestätigte im Stadtrat ausgerechnet jene Einigung, mit der Kern den Antrag seiner eigenen Partei ausbremste.

Die Mehrheit der Stadtratsmitglieder erhielt die vollständigen Unterlagen erst deutlich nach der SPD-Fraktion. Die hatte Inhalte der umfangreichen Wirtschaftsvorlage bereits beraten – und sogar einen Änderungsantrag gestellt.

Ingolstadts Stadtrat will die Wirtschaft breiter aufstellen – doch über den richtigen Weg gingen die Vorstellungen weit auseinander.

Ingolstadt will mit einem Millionenprogramm den wirtschaftlichen Umbau vorantreiben. Doch die Finanzierung ist nicht gesichert, die Rechtsaufsicht muss zustimmen – und ob dadurch tatsächlich neue Arbeitsplätze entstehen, ist völlig offen.

Die Idee stammt von den GRÜNEN, das Geld sollen die Besucher des Stadttheaters aufbringen.