Ingolstadt: Kälteiglus für Obdachlose

Winterliche Temperaturen, weit jenseits des Gefrierpunkts, stellen vor allem nachts eine große Gefahr für Obdachlose dar. Zwar hält die Stadt Ingolstadt ausreichend Notschlafplätze bereit, um jedem Obdachlosen eine feste Unterkunft anbieten zu können. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die das aus unterschiedlichen Gründen nicht in Anspruch nehmen möchten. Mit dem selbst gewählten Aufenthalt im Freien ist jedoch bei eisigen Temperaturen die körperliche Unversehrtheit akut gefährdet. Die Stadt Ingolstadt hat deshalb in einer Pilotphase Kälteiglus als Notfallunterkunft für Obdachlose, die keinen regulären Notschlafplatz aufsuchen, beschafft. Die Kälteiglus können aufgrund ihrer Konstruktion Unterkühlungen, Frostbeulen und Erfrierungen verhindern und sind schon in anderen Städten im Einsatz.

Jüngst wurden zwei Kälteiglus auf der Grünfläche neben dem Volksfestplatz aufgestellt. Der Standort wurde in Absprache mit den zuständigen städtischen Ämtern gewählt. An dieser Stelle sind die Kälteiglus einfach zu erreichen, geschützt vor neugierigen Blicken, bieten aber dennoch genügend soziale Kontrolle, um etwaigen Übergriffen und Vandalismus vorzubeugen. Die Kontrolle der Belegung der Kälteiglus erfolgt durch Mitarbeiter des Sozialamtes, ebenso wird bei Verschmutzungen reagiert. Bei höherer Nachfrage können weitere Kälteiglus aufgestellt werden, teilt die Pressestelle der Stadt Ingolstadt mit.

Quelle: Pressestelle der Stadt Ingolstadt

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