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Ingolstadt war lange ein wirtschaftliches Schwergewicht. Doch das neue IW-Ranking zeigt: Die Stadt verliert Tempo – und landet im Dynamikvergleich nur noch auf Rang 231 von 400 Regionen. Gleichzeitig droht sich die Haushaltskrise zuzuspitzen.

OB Kerns Wunschrathaus steht: De Lapuente sitzt im Rathaus, die CSU lieferte den Schlüssel. Bürgerlich gewählt, schwarz-rot-grün bekommen. Nicht die Mülltonne beschädigt Demokratie – sondern ein Stadtrat, der erst Stühle rückt und später über Probleme redet.

Christian De Lapuente ist neuer dritter Bürgermeister der Stadt Ingolstadt. Der SPD-Fraktionschef wurde soeben in der Sitzung des Stadtrats gewählt.

Ingolstadt hat keinen genehmigten Haushalt, Gebühren steigen, Angebote werden gekürzt. Doch beim eigenen Geld bleibt der Stadtrat bei zehn Prozent. Linke und ÖDP wollten mehr Kürzung – und bekamen nur fünf Stimmen. Mehr dazu im Artikel.

Die FREIEN WÄHLER provozieren mit einem Mülltonnenbild. Die Empörung ist groß. Doch sie verdeckt, worum es in Ingolstadt eigentlich geht. Mehr dazu im Artikel.

Die FREIEN WÄHLER kritisieren die neue Rathaus-Mehrheit aus CSU, SPD und GRÜNEN deutlich. Nach der ersten Sitzung des Ingolstädter Stadtrats werfen sie dem Bündnis fehlenden Plan, politisches Kalkül und einen Widerspruch zum Wählerwillen vor. Besonders die CSU gerät dabei in die Kritik.

Wöhrl bekommt das Amt, De Lapuente die Bühne, die GRÜNEN das Umweltreferat. Verkauft wird das als Verantwortung. Tatsächlich bleibt nach sechs Wochen Bürgermeisterdrama der Eindruck: Die CSU hält den Pokal – aber andere haben das Turnier gewonnen.

Zwei FDP-Mandate, aber 20 Stimmen: Jakob Schäuble verlor gegen Franz Wöhrl – und setzte trotzdem ein Signal. Seine Rede klang wie das Kontrastprogramm zur Wöhrl-Choreografie.

Politisch bleibt der Vorgang bemerkenswert. Alles rund um die konstituierende Sitzung. In einer Woche, in der sich in Ingolstadts Kommunalpolitik ohnehin vieles dreht, liefert auch dieser Vorgang ein passendes Bild: Nichts bleibt lange stabil.

Erst fremdelte De Lapuente mit Wöhrl. Dann schlug er ihn vor. Wöhrl dankte seinem „Freund“. Nächste Woche soll De Lapuente selbst aufsteigen. Die Rathaus-Choreografie geht weiter.

Wöhrl ist zwar gewählt. Doch das Ergebnis zeigt auch: Eine breite Mehrheit des Stadtrats konnte er nicht für sich gewinnen.

Erst sechs Wochen Bürgermeisterchaos. Dann die Rede von Verantwortung, Verlässlichkeit und Konsolidierung.