Galeria Kaufhof: Handwerkerhof statt Warenhaus?

Seit einigen Jahren steht der Gebäudekomplex des ehemaligen Galeria Kaufhof in der Ingolstädter Fußgängerzone leer. Forderungen, die Stadt Ingolstadt solle das Gebäude erwerben, gab es schon mehrfach. Sei es als zusätzliches Rathauses oder als Multifunktionsbau mit Theaterspielstätte. Die Zukunft des Gebäudes im Privatbesitz ist noch immer offen.

Die Einrichtung eines Gewerbe- und Handwerkerhofes an diesem Standort bringt jetzt die ÖDP in die Diskussion. Ein solcher wurde bereits von der Ingolstädter Industrieförderungsgesellschaft im Gewerbegebiet an der Manchinger Straße angedacht. Ein Grundsatzbeschluss dazu vom Stadtrat jedoch verworfen.

Der Zeitpunkt eines Erwerbs erscheint den ÖDP-Stadtratsmitgliedern derzeit günstig, angesichts der Situation des Gebäudeinhabers. Die ÖDP verweist auf „einen erheblichen finanziellen und zeitlichen Druck, welcher auf der auf Rene Benkos Signa-Gruppe, lastet“. Dieser lasse einen „einen günstigen Erwerb des Komplexes möglich erscheinen“, so die ÖDP-Vertreter.

Wie die Stadt einen derartigen Kauf, angesichts der fatalen Finanzlage der Kommune, stemmen soll, lässt die ÖDP-Stadtratsgruppe allerdings offen. Aktuell schlägt die Stadtverwaltung vor, wegen fehlender Gewerbesteuer, notwendige Schulsanierungen für viele Jahre zu verschieben und bei gesperrten Schulschwimmbädern auf eine Generalsanierung zu verzichten.

Quelle: Die Erstellung des Artikels erfolgte unter Verwendung einer Pressemitteilung der ÖDP-Stadtratsgruppe.

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