IG Lebensqualität St. Monika: Dem Mammon geopfert

Die Interessengemeinschaft Lebensqualität St. Monika reagierte am heutigen Abend mit einer Pressemitteilung auf die Berichterstattung „St. Monika wird profaniert“ vom heutigen Tag mit nachfolgendem Inhalt:

Laut einer Pressemitteilung wird am 14. Januar dieses Jahres eine letzte Messfeier in St. Monika durch Bischof Hanke zelebriert. Danach soll die Kirche abgerissen, und auf dem Gelände 70 Sozialwohnungen errichtet werden.

Wie fälschlich genannt, wurde die Kirche nicht 1988 eingeweiht, sondern 1986, damals durch Bischof Braun. Nun soll die Profanierung durch Bischof Hanke „gefeiert“ werden. Mit in der Presse verbreiteten Halbwahrheiten, die nicht richtiggestellt wurden, sollen den Bewohnern die Notwendigkeit dieser Maßnahme glaubhaft und schmackhaft gemacht werden.

Ein Viertel inmitten von Ingolstadt, dass sich durch die Kirche und der damit verbundenen Ortsmitte definiert, soll der identitätsstiftende Ort komplett genommen, und durch zusätzlich 70 Sozialwohnungen ersetzt werden. Die IG ist nicht gegen eine Bebauung auf der grünen Wiese und die Erweiterung des Kindergartens, aber gegen den Abriss der Kirche und des Pfarrzentrums, der für St. Monika der Ortsmittelpunkt, und auch insbesondere für ältere Bürger im Viertel ein wichtiger Treffpunkt zum zwischenmenschlichen Austausch ist. Wenn unter Nichtbetrachtung der Anliegen und Bedürfnisse der Bürger von der Kirche solche schwerwiegenden und weittragenden Entscheidungen getroffen werden, tragen in diesem Fall die Verantwortlichen, Pfarrer Schredl und letztendlich Bischof Hanke auch die Verantwortung für die Abwendung der Menschen und für die Vielzahl der Kirchenaustritte? Es gibt auf lange Zeit hinaus aktuell nicht einmal mehr Termine im Rathaus, um einen Kirchenaustritt zu vollziehen.

Wie soll es nun weitergehen? Wir Bürger stellen genau diese Frage an Herrn Oberbürgermeister Scharpf und dessen Partei, die sich offensichtlich nicht für unsere Probleme und Sorgen ernsthaft interessiert. Wir stellen die gleiche Frage auch an Bürgermeisterin Deneke-Stoll, die sich eher als Aufsichtsratsvorsitzende der GWG und deren Ziele sieht, denn als Bürgermeisterin für die Bürger. Unsere gewählten Vertreter, die im Moment das Sagen haben, erwecken den Anschein, dass sie gerne vergessen, für wen sie tatsächlich da sind. Es ist an der Zeit, dass insbesondere Oberbürgermeister Scharpf und Bürgermeisterin Denke-Stoll sich vor Ort zeigen. Nur ein Antwortbrief der Stadtspitze und Präsentationen vor hübschen Architektenmodellen ist nicht die Antwort für die Sorgen der Bürger in St. Monika.

Über den Ausgang der nächsten Kommunalwahl entscheidet die Politik, die jetzt gemacht wird.

Quelle: Übernahme einer Pressemitteilung der IG Lebensqualität St. Monika

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