Klinikum: Neue Taktung bei der Generalsanierung

„Große Aufgaben und Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Deshalb beschäftigt auch die anstehende Generalsanierung bereits seit Jahren das Klinikum Ingolstadt. Lange wird das prägende Projekt der nächsten zwei Jahrzehnte bereits geplant und vorbereitet, ehe 2013 die Baggerrollen sollen“, ist dem Geschäftsbericht des Ingolstädter Klinikums aus dem Jahr 2011 zu entnehmen. „Insgesamt sieben Bauabschnitte zu je drei Jahren sehen die Pläne für die Generalsanierung vor, denen der Krankenhauszweckverband als Träger des Klinikums und der Freistaat Bayern, der bereits 60 Millionen Euro an Fördergeldern für den Bau eingeplant hat, zugestimmt haben“, ist ferner zu lesen. „Insgesamt wird die Generalsanierung deutlich über 200 Millionen Euro kosten − die genaue Summe lässt sich angesichts der langen Bauzeit von über 20 Jahren nicht genau absehen“, heißt es in dem damaligen Bericht.

Nach derzeitigen Planungen soll die Generalsanierung des Ingolstädter Klinikums bis zum Ende des Jahres 2033 abgeschlossen sein, mit einem derzeitigen Gesamtinvestitionsvolumen von 818 Millionen Euro. Es sind Teilneubauten des Klinikums und Mitarbeiterwohnungen vorgesehen. So steht es in einer Sitzungsvorlage für die Mitglieder des Ingolstädter Stadtrates, die das Thema in der morgigen Plenumssitzung behandeln.

Die Stadt Ingolstadt verpflichtet sich, die nicht durch Fördermittel gedeckten Investitionskosten von 234 Millionen Euro entsprechend der Zweckverbandssatzung anteilig zu 76,6 Prozent in Höhe von rund 180 Millionen Euro zu finanzieren, heißt es in der Vorlage. Bisher wurden bereits Investitionsumlagen von 36,1 Millionen Euro geleistet.

Aufgrund von Anpassungen der Planungen ist eine neue Taktung der Generalsanierung zu erstellen, ist den Unterlagen zu entnehmen. Die Terminschiene für die angepassten Projekte sollen noch im Jahr 2023 festgelegt und ab dem Jahr 2024 abgearbeitet werden.

Der derzeit laufende Umbau für die Intensivstationen soll im März 2024 beendet sein. Dann können die bestehenden Intensivstationen auf die neuen Flächen umziehen. Anschließend sollen die Umbaumaßnahmen für die Intermediate Care-Stationen, die Stroke Unit und den Linksherzkathetermessplatz erfolgen. Die Fertigstellung dieses Bereiches ist für Anfang 2026 vorgesehen.

Für die Zeiträume ab 2025 soll die Geschäftsführung morgen vom Stadtrat beauftragt werden zu prüfen, ob anstatt der Leistung von Investitionsumlagen durch die Stadt Ingolstadt eine Aufnahme von Kreditmitteln auf Ebene des Krankenhauszweckverbandes Ingolstadt mit der Maßgabe, dass Zins und Tilgung für diese Kredite von der Stadt Ingolstadt erstattet werden, wirtschaftlich gleichwertig und möglich wäre.

Quelle: Eigene Berichterstattung.

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