Werden Sie Unterstützer:in von O-T(h)öne
Machen Sie mit bei „Die Berichterstattung von O-T(h)öne ist mir etwas wert“. Ihre Mithilfe trägt dazu bei, dieses Angebot fortzuführen.

Vor dem Rathaus rauchen zwei aus dem engsten OB-Umfeld. Der Schoasch sitzt am Eingang, hört angeblich nur zufällig mit – und denkt sich seinen Teil über Hinterzimmer, Transparenz, Geschäftsordnung, Moral, Geld und das, was Politikverdrossenheit wirklich nährt.

Nach der gestrigen Bürgermeisterwahl in Ingolstadt träumt der Schoasch vom Jahr 2032: LED-Wände, Wahlabend, ein Balken steigt zu hoch – und plötzlich wird aus Stuhlkreis, Haushaltskrise und Bürgernähe per Selfie ein politischer Albtraum.

Die CSU als stärkste Kraft – und am Ende bekommt der rote Christian von der Partei den Stuhl serviert. Nebst rotem Teppich.
Der Schoasch hört wieder mit: über Wöhrl, De Lapuente, den Kernmichel, acht SPD-Stimmen, grüne Türschilder und eine Bürgermeisterwahl, bei der die Bürger eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln können.

„Es laufen Gespräche“, heißt es. Nur: Mit wem eigentlich? Während offiziell niemand miteinander redet, scheint im Hintergrund vielleicht längst klar zu sein, wie’s ausgeht. Der Rathauspförtner macht sich da so seine Gedanken.

Man hört ja so einiges – wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Eine Stadtratsfraktion in Kleinprovincia hat demokratisch gewählt. Geheim. Zwei Kandidaten. Eine Mehrheitsentscheidung.
Das Ergebnis steht fest.
Und jetzt wollen es diejenigen verändern, die gar nicht abgestimmt haben.

Der Wahlkampf ist vorbei – jetzt beginnt die Ämterlotterie. Analysen folgen später, wenn überhaupt. Zuerst werden Posten verteilt.

Eine Satire über Kommunikation, Kränkungen und den Zustand der Debattenkultur.

Statt Natur zum Anfassen setzt Kleinprovincia auf Beton zum Bestaunen: Das Tiergehege wird gestrichen, das Museum wächst weiter.

O-T(h)öne – wo Satire keine Warnweste braucht.

Die neu erfundene Nationalflagge von Kleinprovincia: der ewig lange Kassenzettel. Darauf gedruckt: die ebenfalls neue Hymne – Einigkeit und Recht und Rabatt.

Willkommen in Kleinprovincia – der Stadt, die es schafft, fast gleichzeitig die finanzielle Pleite zu verkünden und Stadtratsmitglieder sowie der derzeit amtierende Oberbürgermeister und eine Bürgermeisterin einer Einladung aufs Oktoberfest folgen..